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Vanessa Porter: neue CD BETTER ME

Am 15. Mai 2026 veröffentlichen die Perkussionisten Vanessa Porter und Emil Kuyumcuyan ihr erstes Duo-Album BETTER ME beim Label Neos. BETTER ME präsentiert ausschließlich eigene Kompositionen der Künstler:innen, die sich zwischen zeitgenössischer Musik, elektronischer Klangkunst und performativer Energie bewegen. Im Zentrum steht ein erweitertes Verständnis von Perkussion: Geräusche, Resonanzen und Impulse werden ebenso bedeutend wie Harmonie, Melodie und Rhythmus. Die Elektronik fungiert dabei nicht als Ergänzung, sondern als gleichwertiger musikalischer Partner. Ein prägendes Element des Albums ist das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Offenheit. Komponierte Passagen gehen nahtlos in improvisatorische Räume über, in denen Entscheidungen im Moment entstehen. So wird das Hören selbst zum Prozess – geprägt von Bewegung, Verdichtung und Auflösung. Das Album lädt dazu ein, sich in Details zu vertiefen und zugleich größere klangliche Bewegungen wahrzunehmen. Inhaltlich spiegelt das Projekt zentrale Fragen unserer Zeit: den Wunsch nach Selbstbestimmung, Identität und Sichtbarkeit. BETTER ME bleibt dabei bewusst offen – als Musik im Werden, zwischen akustischer Körperlichkeit und elektronischer Erweiterung, zwischen Gegenwart und Möglichkeit.

(veröffentlicht am 5. Mai 2026)


Daniel Gloger: Uraufführung in Berlin

Am 3. Mai 2026 bringt der Countertenor Daniel Gloger Alexandra Filonenkos Les Autres für hohen Sopran, Bariton/Countertenor und Ensemble nach Texten von Bertolt Brecht im Konzerthaus Berlin mit dem Ensemble United Berlin zur Uraufführung. Als weiteres Werk des Programms der Konzertreihe //interfaces/ erklingt Edison Denisovs Das Blaue Heft für Sopran, Erzähler und Ensemble, anlässlich des 30. Todestags des Komponisten. Fedor Rudin, der Enkel von Edison Denisov, dirigiert das Ensemble und die weiteren Solist:innen Ramina Abdulla-Zadè (Sopran) und Maxim Suchanow (Sprecher). Les Autres orientiert sich ästhetisch am Berliner Kabarett der 1930er Jahre und verbindet historische Elemente mit zeitgenössischer Musik. Das Werk bietet eine Mischung aus Gesangs- und Instrumentalnummern sowie gesprochene und gespielte Texte von u. a. Brecht, Müller, Shakespeare und Hendrik Jackson. Berlin selbst, besonders seine Musik- und Gesangskultur der 30er Jahre, bildet den zentralen Schauplatz. Die Musiker übernehmen dabei auch schauspielerische Rollen, wodurch eine facettenreiche, grotesk-humorvolle und zunehmend ernste Erzählweise entsteht (hier ein kurzes Statement der Komponistin dazu).

(veröffentlicht am 29. April 2026)


Sofia Jernberg: Neues Soloalbum VOICE

Die Stimmkünstlerin Sofia Jernberg hat ihr erstes und außergewöhnliches Soloalbum VOICE (Label Smalltown Supersound) auf Vinyl und MP3 veröffentlicht und präsentiert darauf das weite Spektrum ihrer Stimmkunst: die Stimme als experimentelles Instrument. In unkonventionellen Techniken und Sounds, wie nicht-verbales Vokalisieren, Split Tones, tonloses Singen und Distortion erschafft sie Klänge, Geräusche, Farben und Emotionen, die den Zuhörer erstaunen. Stücke auf der Platte sind u.a. ihre Paradekomposition One Pitch, die eindrucksvollen und experimentellen Nummern Multiphonic I-III sowie Gurgle, Whistle Pitch, Inhale Exhale, Birds und Throat. VOICE regt alle Sinne des Hörers an und ist ein Gesamterlebnis par excellence.

(veröffentlicht am 28. April 2026)


Anu Komsi gibt Debüt am La Monnaie

Am 5. Mai 2026 debütiert die Sopranistin Anu Komsi am Théâtre Royal de la Monnaie/ De Munt in Brüssel als High Priestess in der Uraufführung von Iain Bells Oper Medusa. Die Produktion wird außerdem am 7./9./12./15./17./19. Mai 2026 am La Monnaie präsentiert. Das Libretto stammt von Iain Bell und Lydia Steier, die darüber hinaus auch die Regie führt. Michiel Delanghe dirigiert das La Monnaie Symphony Orchestra und den La Monnaie Chorus. Flurin Borg Madsen kreiert das Bühnenbild und Katharina Schlipf die Kostüme. Die Hauptpartie wird von Claudia Boyle interpretiert und weitere Solist:innen sind Angela Denoke (Stheno), Josh Lovelli (Perseus), Paula Murrihy (Euryale), Konstantin Gorny (Poseidon), Mary Elisabeth Williams (Athena) sowie Marie-Juliette Ghazarian (Danaë). Der griechische Mythos rund um Medusa inspirierte Iain Bell zu seiner neuesten Komposition, die auch als Live-Stream auf OperaVision am 15.5.2026 zu sehen sein wird.

(veröffentlicht am 24. April 2026)

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