Aktuelles
Sofia Jernberg: Premiere „The Day Before“
Am 16. Mai 2026 interpretiert die Stimmkünstlerin Sofia Jernberg die Uraufführung von Brigitta Muntendorfs szenischer Produktion The day before im Odeon Wien im Rahmen der Wiener Festwochen. Weitere Vorstellungen in Wien finden am 17./18. Mai 2026 statt und die deutsche Erstaufführung wird am 23./24. Mai 2026 in der DHC-Halle beim Koproduktionspartner KunstFestSpiele Herrenhausen Hannover präsentiert. Auf der Bühne agieren neben Sofia Jernberg: Aduni Guedes, Margaux Marielle-Trehoüart, Les Percussions de Strasbourg und der Landesjugendchor Wien/Mädchenchor Hannover. Die Kostüme realisiert Fauve Ryckebusch. „Eine Party – die vielleicht letzte vor dem Krieg: In einem immersiven Bühnenraum bildet das Publikum gemeinsam mit zwei Darstellerinnen, Perkussionist:innen und einem Chor junger Frauen eine Schicksalsgemeinschaft. Die französische Philosophin Simone Weil setzte sich bereits 1940 mit Homers Ilias, dem Urmythos kriegerischer Gewalt auseinander und analysierte die Dynamiken und Mechanismen unaufhörlicher Kriegstreiberei. Ihre Gedanken nimmt das Trio Brigitta Muntendorf (Komposition), Christiane Jatahy (Regie) und Rosa Montero (Text) als Inspiration und setzt dem homerischen Mythos zeitgenössische feministische Positionen entgegen. In einem 3D-Audio-Setting, zwischen Kamerabildern und Live-Geschehen wird zusammen gefeiert – am Rande des Abgrunds.“
(veröffentlicht am 11. Mai 2026)
Vanessa Porter: neue CD BETTER ME
Am 15. Mai 2026 veröffentlichen die Perkussionisten Vanessa Porter und Emil Kuyumcuyan ihr erstes Duo-Album BETTER ME beim Label Neos. BETTER ME präsentiert ausschließlich eigene Kompositionen der Künstler:innen, die sich zwischen zeitgenössischer Musik, elektronischer Klangkunst und performativer Energie bewegen. Im Zentrum steht ein erweitertes Verständnis von Perkussion: Geräusche, Resonanzen und Impulse werden ebenso bedeutend wie Harmonie, Melodie und Rhythmus. Die Elektronik fungiert dabei nicht als Ergänzung, sondern als gleichwertiger musikalischer Partner. Ein prägendes Element des Albums ist das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Offenheit. Komponierte Passagen gehen nahtlos in improvisatorische Räume über, in denen Entscheidungen im Moment entstehen. So wird das Hören selbst zum Prozess – geprägt von Bewegung, Verdichtung und Auflösung. Das Album lädt dazu ein, sich in Details zu vertiefen und zugleich größere klangliche Bewegungen wahrzunehmen. Inhaltlich spiegelt das Projekt zentrale Fragen unserer Zeit: den Wunsch nach Selbstbestimmung, Identität und Sichtbarkeit. BETTER ME bleibt dabei bewusst offen – als Musik im Werden, zwischen akustischer Körperlichkeit und elektronischer Erweiterung, zwischen Gegenwart und Möglichkeit.
(veröffentlicht am 5. Mai 2026)
Anu Komsi gibt Debüt am La Monnaie
Am 5. Mai 2026 debütiert die Sopranistin Anu Komsi am Théâtre Royal de la Monnaie/ De Munt in Brüssel als High Priestess in der Uraufführung von Iain Bells Oper Medusa. Die Produktion wird außerdem am 7./9./12./15./17./19. Mai 2026 am La Monnaie präsentiert. Das Libretto stammt von Iain Bell und Lydia Steier, die darüber hinaus auch die Regie führt. Michiel Delanghe dirigiert das La Monnaie Symphony Orchestra und den La Monnaie Chorus. Flurin Borg Madsen kreiert das Bühnenbild und Katharina Schlipf die Kostüme. Die Hauptpartie wird von Claudia Boyle interpretiert und weitere Solist:innen sind Angela Denoke (Stheno), Josh Lovelli (Perseus), Paula Murrihy (Euryale), Konstantin Gorny (Poseidon), Mary Elisabeth Williams (Athena) sowie Marie-Juliette Ghazarian (Danaë). Der griechische Mythos rund um Medusa inspirierte Iain Bell zu seiner neuesten Komposition, die auch als Live-Stream auf OperaVision am 15.5.2026 zu sehen sein wird.
(veröffentlicht am 30. April 2026)
Sofia Jernberg: Neues Soloalbum VOICE
Die Stimmkünstlerin Sofia Jernberg hat ihr erstes und außergewöhnliches Soloalbum VOICE (Label Smalltown Supersound) auf Vinyl und MP3 veröffentlicht und präsentiert darauf das weite Spektrum ihrer Stimmkunst: die Stimme als experimentelles Instrument. In unkonventionellen Techniken und Sounds, wie nicht-verbales Vokalisieren, Split Tones, tonloses Singen und Distortion erschafft sie Klänge, Geräusche, Farben und Emotionen, die den Zuhörer erstaunen. Stücke auf der Platte sind u.a. ihre Paradekomposition One Pitch, die eindrucksvollen und experimentellen Nummern Multiphonic I-III sowie Gurgle, Whistle Pitch, Inhale Exhale, Birds und Throat. VOICE regt alle Sinne des Hörers an und ist ein Gesamterlebnis par excellence.
(veröffentlicht am 28. April 2026)
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